Was ist ein Maltipoo?

Ein Maltipoo ist keine Hunderasse im eigentlichen Sinn. Vielmehr handelt es sich um einen so genannten Hybridhund, bzw. Designerhund. Anders als beim Mischlingshund, bei dem Kreuzungen zufällig entstehen, werden bei Hybridhunden zwei unterschiedliche  Rassehunde gezielt miteinander verpaart. Das Ergebnis ist ein Hund – z.B. der Maltipoo – der idealerweise die positiven Eigenschaften beider Elternrassen vereint. In der Regel werden Hybridhunde auch nicht weitergezüchtet, sondern die Elternrassen werden immer wieder neu verpaart.

Die bewusste Verpaarung von bestehenden und anerkannten Hunderassen ist historisch betrachtet nichts Außergewöhnliches. In jüngster Zeit sind Desingerhunde – so auch der Maltipoo - besonders in den USA weit verbreitet und erfreuen sich als Familienbegleithunde, Schoßhunde und Gesellschaftshunde zunehmender Beliebtheit.

Da es sich beim Maltipoo aber um keine anerkannte Hunderasse handelt (weder der Amerikanische noch der Kanadische Kennel Club führen die Hunderasse) gibt es auch keine konkreten Rassestandards und Zuchtrichtlinien.

Maltipoo = Malteser + Pudel

Beim Maltipoo (auch: Malt-A-Poo, Maltapoo oder Malti-Poo) werden die beiden Hunderassen Malteser und Pudel (engl. Poodle) miteinander verpaart – daher stammt auch der Name. Die „Rasse“ wurde erstmals in den USA gezüchtet. Andere bekannte Hybridhunde sind z.B. der Labradoodle (Kreuzung zwischen Labrador und Pudel), der Schnoodle (Kreuzung zwischen Schnauzer und Pudel), der Pekeapoo (Kreuzung zwischen Pudel und Pekingese) oder der Puggle (Kreuzung zwischen Mops, engl. Pug und Beagle).
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Fotos: 1. Pudel (Yshuhiko Ito ©Flickr), 2. Malteser (Conscience Killer ©Flickr), 3. Maltipoo (Z1ppy ©Flickr)

Der Pudel tritt vergleichsweise häufig als Elterntier eines Hybridhundes in Erscheinung. Das hat mehrere Gründe: Pudel sind sehr intelligente, fröhliche und gelehrige Hunde, die sich eng an ihre Menschen binden. Sie haben keinen ausgeprägten Jagdsinn und sind sehr verträglich im Umgang mit anderen Hunden und Menschen. Ein weiterer Pluspunkt, den man sich bei Einkreuzungen mit dem Pudel zunutze macht, ist, dass diese Hunderasse keinem jahreszeitlichen Fellwechsel unterliegt und daher nicht haart. Darüber hinaus haben Pudel – vor allem die kleineren Varianten, wie der Toy- oder Zwergpudel – eine relativ hohe Lebenserwartung.

Ebenso wie der Pudel zählt auch der Malteser zu der Gruppe der so genannten Gesellschafts- und Begleithunde. Er ist ein sehr kleiner, weißer Hund mit langem, seidigem Fell. Auch Malteser haaren kaum oder gar nicht und sind daher auch für Allergiker geeignet. Charakterlich ist der Malteser ein intelligenter und aufgeweckter Gefährte, der auch gut in einer kleinen Wohnung zu halten ist. Er ist wachsam, aber kein Kläffer und verträgt sich gut mit anderen Hunden.

Äußeres Erscheinungsbild des Maltipoo

Das äußere Erscheinungsbild des Maltipoo kann in Abhängigkeit von den Elterntieren recht unterschiedlich ausfallen. Streng genommen müsste ein Maltipoo einen reinrassigen Pudel und einen reinrassigen Malteser als Eltertiere haben. Da es jedoch keine einheitlichen Rassestandards gibt, werden auch Maltipoos mit Pudeln oder Maltesern gepaart. Auch können beide Elterntiere Maltipoos sein.
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Fotos: 1. + 2. Maltipoo (bridgetDS ©Flickr) 3. Maltipoo (TMWeddle ©Flickr)

Mit einer Schulterhöhe von etwa 28 – 35 cm und einem Gewicht von 3 – 5 kg zählen Maltipoos jedenfalls zu den kleinen Hunderassen bzw. Zwerghunderassen. Durch die Kombination von Pudel und Malteser ist das Fell etwa mittellang, mehr oder weniger gekräuselt und fühlt sich seidig und fein wollig an. Die Farbe eines Maltipoo kann – je nach Pudel-Elternteil – variieren: Es gibt sie in grau, schwarz, weiß, apricot, braun oder auch gescheckt.

Charakter, Wesensart & Haltung

Charakter und Wesensart eines Maltipoo

Ein Maltipoo ist intelligent und gelehrig, ausgeglichen und verträglich im Umgang mit anderen Hunden oder Tieren und fremden Menschen. Sie sind kinderlieb, gelten als leicht erziehbar und binden sich stark an ihre Bezugspersonen. Mit ihrer Anhänglichkeit und bedingungslosen Treue möchten sie Herrchen oder Frauchen am liebsten überall hin begleiten – was aufgrund der geringen Körpergröße auch kein schwieriges Unterfangen ist.

Haltung eines Maltipoo

Maltipoos sind sehr anpassungsfähig und können auch gut in einer Stadtwohnung gehalten werden. Sie haaren kaum bis gar nicht und finden auch in einer kleinen Bleibe immer ein Plätzchen, an dem sie sich wohl fühlen. Hauptsache, sie sind in engem Kontakt mit ihren Menschen. Maltipoos gehen gerne Spazieren, können ihren Bewegungsdrang aber gut im Spiel ausleben und fordern darüber hinaus keine sportlichen Höchstleistungen.

Etwas mehr Zeit sollte für die regelmäßige Fellpflege eingeplant werden. Das Fell des Maltipoo muss täglich gebürstet werden und regelmäßig mit einem geeigneten Pflegeshampoo gewaschen werden.

Gesundheit beim Maltipoo

Im Allgemeinen sind die Nachkommen bei der Verpaarung zweier Hunde, die unterschiedlichen Rassen angehören, aufgrund der genetischen Durchmischung vitaler, weniger krankheitsanfällig, fitter und langlebiger. Ein Umstand, der generell bei Mischlingshunden festzustellen ist. Diese Eigenschaft wird jedoch nicht weiter vererbt und kommt daher nicht zum Tragen, wenn bereits ein Elternteil ein Hybridhund ist – wenn etwa ein Malteser mit einem Maltipoo gekreuzt wird.

Daher lassen sich auch keine allgmeinen Aussagen über typische gesundheitliche Probleme beim Maltipoo treffen. Sie gelten generell als robust, können aber – wie viele kleinere Hunderassen – Probleme mit den Kniescheiben haben. Ebenso können längere Haare im Gesicht Augenreizungen und -entzündungen begünstigen.

Die Lebenserwartung beträgt beim Maltipoo etwa 10 – 15 Jahre.

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